Freie Fotografen bei regionalen Anzeigenzeitungen

Vor kurzem ist in dem Forum für Konzertfotografie 3snf.de die Frage aufgekommen, was auf einen freien, nebenberuflichen Fotografen für eine regionale Tageszeitung zukommt. Es wurde nach Tips oder Erfahrungen gefragt.

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Zu Tageszeitungen kann ich nichts schreiben, wohl aber zu regionalen Anzeigenzeitungen. Und da das Thema vielleicht noch mehr Fotografen als „nur“ die Leute bei 3snf.de interessiert, werde ich hier doch mal einen Artikel zu Freien Fotografen bei Anzeigenzeitungen schreiben, die Suchmaschine mit Informationen füttern, und wahrscheinlich viele Besucher von google bekommen.

Ich war mehrere Jahre bei einer Mediengruppe mit fünf Verlagen, 23 lokalen Anzeigenzeitungen und eine Mio. Drucklauflage wöchentlich angestellt. Zuerst als Mediaberater in einem Verlagshaus, später als Projektleiter in der Online-Entwicklung im Haupthaus. Wir hatten pro Verlag ca. 5 freie Fotografen im Gebiet verteilt. Manche kamen und gingen, Gute kamen immer wieder. Gute wurden dann gezielt auf Fototermine „geschickt“, sofern sie Zeit hatten.

Oftmals haben die Redaktionen auch einfach ungefragt Fotos von „irgendwas“, zu dem eine Polizei-News einflief (Hausbrand; Unfall, etc.), angeboten bekommen. Gute wurden gekauft und online oder in irgendeiner Print-Ausgabe veröffentlicht.

Gerade Onlineportale von Anzeigenzeitungen wollen durch viele kurze schnelle, regional spannende News permanent bis hin zu stündlich aktuell bleiben um die Ansprüche der Leser zu erfüllen. Und wenn sie dann ne Bildergalerie zu ner aktuellen Polizeimeldung veröffentlichen, haben sie die Nase ganz schön weit vorne.

Und wenn der Artikel oder die Bildergalerie die Leser interessiert hat und oft online geklickt oder gelesen wurde, ist die Nummer dann in die nächste Print-Ausgabe gewandert.

Freie Fotografen die geschickt wurden, oder gezielt für die Print-Ausgaben liefern mussten, hatten natürlich den Redaktions-Schluss zu beachten. Bei Print isses extrem unschön, wenn vielleicht plötzlich nen Foto-Loch in nem Artikel für die Print-Ausgabe klafft und noch nen Bild fehlt. Ne Lücke in nem Artikel könnte man zwar in ein paar Minuten schließen, indem man den Artikel ein wenig „umbaut“. Aber bei wichtigen Geschichten ist das einfach ungut. Daher: immer pünktlich liefern! :-)

Ner lokalen Redaktion kannst Du ruhig einfach Fotos senden. Die klauen schon nicht. Die zahlen einfach, und gut so. Du brauchst ein Kleingewerbe und musst Rechnungen schreiben dürfen. Das ist alles. Und natürlich gute Fotos liefern…

Vielleicht interessieren sich manche noch zu Foto-Honoraren für Online- und Print-Ausgaben von Zeitungsverlagen. Aber über Zahlen oder sonstige Interna von ehemaligen oder aktuellen Arbeitgebern schreibe ich hier garantiert nicht. Zu nix was die Arbeit betraf oder betrifft. Firmengeheimnis, quasi. :-)

Nun haben verschiedene Verlage aber auch evtl. verschiedene Arbeitsabläufe. Was sind Eure Erfahrungen? Nix-Normal?

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Datum: Sonntag, 24. Juli 2011 1:13
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